Von Onkel Loco, 22. Februar 2007, 16:27 Uhr

Jürgen Kehrer: Wilsberg und die dritte Generation»Felizia Sanddorn, eine Journalistin, die ein Buch über die dritte Generation der RAF schreiben will, verschwindet spurlos. Ihr Vater wendet sich an Georg Wilsberg und beauftragt den Privatdetektiv, sie zu suchen. Ein Hinweis führt nach New York. Dort trifft Wilsberg eine ehemalige Terroristin, die Wilsbergs Auftraggeber besser kennt, als dieser es wahrhaben will. Recherchiert Felizia in Wirklichkeit die Geschichte ihres Vaters? Und was für eine Geschichte ist das: War der Vater ein überzeugtes RAF-Mitglied oder ein Agent des Verfassungsschutzes?
Bevor Wilsberg die Wahrheit herausfinden kann, bekommt sein Auftraggeber eine Kugel in den Kopf. Und der münstersche Privatdetektiv soll den Sündenbock abgeben.
Im Deutschen Winter wird Wilsberg klar, dass nicht nur die RAF, sondern auch ihre Jäger Leichen im Keller vergraben haben. Und dass er sich gewaltig anstrengen muss, um mit heiler Haut aus der Geschichte herauszukommen.«

Wie jetzt? Schon wieder ein Kehrer? Aber sicher! Nachdem sich »Der Schapdetten-Virus« so schnell und zügig gelesen hat und mir noch einer in die Hände gefallen ist, konnte ich nicht anders, als diesen Krimi hier direkt auch noch zu lesen.
Und ich habe es nicht bereut. Im Vergleich zum Vorigen ist hier nämlich schon etwas mehr los und »Wilsberg und die dritte Generation« ist wirklich richtig spannend. Das fängt schon bei der Themenwahl an: was ist eigentlich aus der RAF geworden? Gibt es die tatsächlich nicht mehr? Und was ist mit den damaligen Gegenspielern der RAF, dem Verfassungsschutz?
Routiniert entführt Kehrer seinen Leser immer tiefer in den deutschen Spionage-Dschungel und gibt dem Entführten keine Gelegenheit, das Buch auch nur für eine Minute aus der Hand zu legen. Dementsprechend habe ich das Buch auch am Stück durchgelesen.

Sonstige Infos:
Broschiert: 205 Seiten
Verlag: Grafit; Auflage: 1 (Oktober 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3-89425-327-4
ISBN-13: 978-389425-327-1
Bibliothek-Link: Wilsberg und die dritte Generation

P.S.: Als nächstes schnappe ich mir direkt wieder einen Krimi vom Grafit-Verlag. Ich bin gespannt, ob die auch was im Sortiment haben, was mir nicht gefällt ;-)

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