»In Bochum wird ein Juwelier ausgeraubt, dabei kommt ein Wachmann ums Leben – ein Fall für Katharina Thalbach und ihre Kollegen von der Mordkommission. Sie staunen nicht schlecht, als sie erfahren, dass sie es mit einer gut organisierten Bande zu tun haben, die sogar grenzüberschreitend Raubzüge begeht. Das BKA ist schon lange hinter ihr her, doch bislang konnte an keinem Tatort auch nur die kleinste Spur gefunden werden. Die Bochumer Kripoleute staunen noch mehr, als ihnen das BKA den Fall nicht abnimmt, sondern nur zwei Leute zur Beobachtung an die Seite stellt. Von diesen Dingen nichts ahnend, geht Günther Vollmert, seines Zeichens Privatdetektiv, unbehelligt seinen schmierigen Geschäften nach – und rennt peu à peu in sein Verderben.«
Es ist schon spannend, einen Roman »aus der Nachbarschaft« zu lesen. Wenn man die Orte der Handlung kennt, macht ein Roman wirklich gleich doppelt soviel Spaß, weil die Handlung sich noch plastischer darstellt, als sie es für gewöhnlich tun würde.
Trotzdem ist dieser Krimi nicht mein Lieblingskrimi geworden – vermutlich ist er nichtmal in die Top-Ten gekommen – warum genau das so ist, kann ich nichtmal genau sagen. Die Charaktere sind schlüssig und mit ausreichender Tiefe dargestellt. Die ermittelnde Kommissarin betrügt ihren Verlobten mit einer anderen Frau, die Staatsanwältin bekriegt sich mit dem Ermittler des BKA und alle haben sie die schönsten Macken, die die meisten Ruhrpottkinder so sympathisch machen. An denen liegt es also nicht.
Vielleicht liegt es an der Story, die vordergründig nicht mal so schlecht zu sein scheint, aber bei genauerem Hinsehen doch ein paar Ungereimtheiten offenbart. Welche Ungereimtheiten das genau sind, werde ich an dieser Stelle allerdings erstmal verschweigen – Ihr wollt ja möglicherweise den Dominoeffekt noch lesen und nicht hier schon die Schlüsselszenen zerpflückt bekommen… Außerdem hilft mir »Kommissar Zufall« den Ermittlungen einmal zu oft auf die Sprünge. Eine herausragende und kreative Ermittlungsarbeit wäre mir an einigen Stellen deutlich lieber gewesen.
Das Fazit lautet also: Guter grafit-Roman mit einigen Schwächen, aber für den Krimifan aus dem Ruhrpott ein Muß.
Sonstige Infos:
Taschenbuch: 282 Seiten
Verlag: Grafit; Auflage: 1 (Juli 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3-894-25310-X
ISBN-13: 978-3-894-25310-3
Bibliothek-Link: Der Dominoeffekt





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