»Nachdem seine Freundin Jocelyn ermordet wurde, versucht Jeremy Carrier, Psychologe am City Central Hospital, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und beginnt eine zaghafte Beziehung mit der jungen Ärztin Angela Rios. Dann erhält er mysteriöse Botschaften, die ihn auf die Spur von Jocelyns Mörder bringen sollen. Als Jeremy das Rätsel gelöst und den Mörder identifiziert zu haben glaubt, verschwindet Angela spurlos. Und Jeremy wird schlagartig bewusst, dass er alle Hinweise von Anfang an falsch gedeutet hat…«
Klingt gut, finde ich. Klingt so lange gut, bis man’s gelesen hat – wenn man’s denn liest.
Na schön – spannend ist das Buch. Keine Frage. Dumm nur, dass ich am Schluss das Gefühl hatte, die Spannung hätte sich nur über eine einzige Frage aufgebaut, die sich seit der ersten Seite des Romans in meinem Kopf immer klarer ausformulierte: »Wann passiert endlich was?!?«
Die Antwort in Kürze? Auf Seite 352. Bis dahin ist Alles mehr oder minder nur Vorgeplänkel. Der Autor vergeht sich in scheinbar nicht enden wollenden (und vor allem zu nichts führenden) Details, spart es sich aber leider, die häufig vorkommenden medizinischen Fachbegriffe näher zu erläutern. Allerdings muss man sich zum Verständnis des Buches nicht extra ein medizinisches Fachwörterbuch bereitlegen – für die Story sind die Fachbegriffe nämlich völlig ohne Belang…
Fazit: Roman mit angenehmer Haptik und dank des schönen Covers auch sehr dekorativ – zum Lesen sucht man sich besser was anderes. Da hat der Goldmann-Verlag wirklich schöneres im Sortiment.
Sonstige Infos:
Taschenbuch: 378 Seiten
Verlag: Goldmann (August 2005)
Originaltitel: Conspiracy Club
ISBN-10: 3-442-45810-2
ISBN-13: 978-3-442-45810-3
Bibliothek-Link: Der Pathologe



