Endlich stellt der WDR mit unseren Rundfunkgebühren mal was spannendes an: Poetry Slams!
Poetry Was? Na, Poetry Slams. Die Wikipedia beschreibt die Poetry Slams so:
Teil der Grundidee des Poetry Slams ist es, die Texte nicht nur zu lesen, sondern zu performen, also beispielsweise zu schreien, flüstern, jaulen und keuchen. Rhythmischer und auswendiger Vortrag kann den positiven Eindruck bei dazu geeigneten Texten fördern. Generell sollte den Texten das Leben eingehaucht werden, das ihnen bei traditionellen Lesungen manchmal fehlt. Dabei muss der Gesamteindruck stimmig sein (Text und Performance sollten zueinander passen).
Inhaltlich wie auch formal gibt es keinerlei Vorgaben. Auf Slambühnen finden sich deshalb fast alle Formen moderner Literatur und Sprachkunst, von klassischer oder moderner Lyrik über Kabarett bzw Comedy bis zu Prosa bzw. Kurzgeschichten.
Die dargebotenen Texte sind oft (aber keinesfalls immer!) reine Bühnentexte, deren Wert sich in ausschließlich schriftlicher Form kaum erfassen ließe. Bei gedruckten Anthologien müssen die Herausgeber also teilweise nach anderen Kriterien auswählen als das Slampublikum. Literarische Qualität im üblichen Sinn ist grundsätzlich nur eine der möglichen Einflussgrößen des Erfolgs (aber jeder Fall ist ein Einzelfall).
Also kurz: Ein paar Autoren treten mit eigenen Texten, die sie auf einer Bühne performen gegeneinander an und das Publikum entscheidet, wer der Sieger des Wettstreits ist.
Und das ist Lustig. Wirklich und wahrhaftig. Die erste Folge lief am 26. Februar 07 um 0.00 Uhr. Falls ihr diesen Teil verpasst haben solltet, könnt ihr Euch die einzelnen Auftritte online beim WDR ansehen. Besonders ans Herz legen möchte ich Euch den Auftritt von Karsten »Grohacke« Hohage: Ballonfahrer Jean und Flieger-Horst. Wirklich eine hervorragende Leistung, wie ich finde.
Teil zwei der Mini-Serie läuft übrigens am Montag, 05. März 2007, 00.00-00.30 Uhr im WDR.
Viel Spaß!





