»Abarat ist eine Inselwelt voller Magie, wundersam und gefährlich. Bevölkert werden diese Inseln von fantastischen Geschöpfen – Monstern, Geistern, Zauberern und Hexen. Christopher Carrion, Fürst von Mitternacht, versucht den Abarat mit ewiger Dunkelheit zu überziehen und nur das neugierige und furchtlose Mädchen Candy stellt sich ihm in den Weg.
Candy Quackenbush ist Schülerin in Chickentown, Minnesota, einem der größten Hühnerfleischlieferanten des Staates. Und so, wie sich das anhört, ist ihr Leben in Chickentown. Aber eines Tages wird alles anders. Während eines ausgedehnten Spaziergangs, den sie eigentlich nur unternimmt, weil eine innere Stimme sie zu ziehen scheint, entdeckt sie inmitten der Ödnis ausserhalb Chickentowns einen ehemaligen Hafen und obwohl sie sich sicher ist, es habe mitten in Minnesota niemals ein Meer gegeben, wird sie doch von eben diesem Meer in die Welt des Abarat gespült. «
Einen Roman von Clive Barker fertigzulesen hat etwas von einem Traum, aus dem man nach einer unruhigen Nacht aufwacht – man weiß einfach nicht genau, ob das alles wirklich passiert ist. Sicher, das Unterbewusstsein sagt, das könne alles nicht wirklich passiert sein, aber ein wenig Zweifel bleibt. »Warum denn eigentlich nicht?« Diese Frage spukt dem Leser noch lange Zeit, nachdem er das Buch aus der Hand gelegt hat, im Kopf herum. Auch bei Abarat ist das so – wenn auch sich diese Frage mit einer Anderen abwechselt: »Wann hat der Mann endlich den nächsten Teil fertig?«, denn Abarat ist als Trilogie angelegt und so bleibt nach dem Beenden des Buches die Hoffnung, der zweite Teil erschiene bald.
Was aber ist es, was den Leser so fesselt? Auf diese Frage gibt es gleich mehrere Antworten. Zum Einen ist es der Schreibstil des Clive Barker, der es dem Leser nahezu unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Zum Anderen ist es die Geschichte selbst, in die man mit jeder Zeile weiter hineingezogen wird. So beginnt der Roman mit einem Prolog, der dem Leser die erste Aussicht auf den Abarat gibt – nur um ihn im ersten Kapitel in Chickentown, Minnesota abzusetzen – in der alles andere als heilen (aber dafür realen!) Welt der kleinen Candy.
Von hier an wird die Story mit jedem Schritt Candies fantastischer und irrealer – aber eben nur schleichend und man merkt kaum, wie man selber immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird, sodaß man gegen Ende des Romans bereit ist, zu akzeptieren, daß der Abarat wirklich existiert und man bisher einfach nichts von seiner Existenz wusste.
Kurz: Ich will mehr! Jetzt und sofort! Aber das kenne ich von Clive Barker ja schon
Sonstige Infos
Originaltitel: ABARAT
Broschiert: 477 Seiten
Verlag: Heyne; Auflage: 1 (Juli 2006)
ISBN-10: 3-453-53225-2
ISBN-13: 978-3-453-53225-0
Bibliothek-Link: Abarat




